Referenz

Besucherleitsystem für die Landesgartenschau 2026 in Neuss

Orientierung für ein ganzes Erlebnis

Direkt vor unserer Haustür in Neuss haben wir ein Projekt realisiert, das für uns in mehrfacher Hinsicht besonders ist. Nicht nur wegen der Nähe, sondern weil wir hier unsere gesamte Bandbreite einbringen konnten: von der ersten Idee über das Design bis hin zur Produktion und Montage. Und das unter einer klaren Vorgabe: Ein System zu entwickeln, das analog, barrierefrei sowie digital funktioniert und dabei nachhaltig ist.

Damit sich Menschen in der Größe und Vielfalt einer Landesgartenschau intuitiv zurechtfinden, braucht es ein Leitsystem, das mehr kann als nur Richtungspfeile. Genau hier kommen wir ins Spiel. Das Leitsystem ist kein Stückwerk, sondern ein durchgängiges Konzept. Alles greift ineinander, alles folgt einer klaren Struktur.

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Kunde:

Landesgartenschau Neuss 2026 GmbH

Ein Leitsystem aus einem Guss

Innerhalb von nur vier Monaten entstand ein vollständig vernetztes Besucherleitsystem mit über 90 präzise geplanten und im Gelände verorteten Elementen. Ausgangspunkt war das bestehende Corporate Design der Landesgartenschau 2026 Neuss, auf dessen Basis unsere Designer mehrere eigenständige Gestaltungskonzepte entwickelt haben. Eines dieser Konzepte wurde gemeinsam weitergeschärft und schließlich konsequent in die Umsetzung geführt.

Im nächsten Schritt wurden die unterschiedlichen Typologien des Leitsystems definiert – von Eingangsstelen über Wegweiser bis hin zu Informations- und Sondermodulen. Darauf aufbauend entstand ein detaillierter Elementekatalog, der sämtliche Bausteine, ihre Funktionen, Gestaltungsprinzipien und Einsatzorte systematisch erfasst. Parallel dazu lief die präzise Verortung im Gelände, sodass am Ende nicht nur einzelne Elemente, sondern ein durchdachtes Gesamtsystem entstanden ist. Die Projektleitung behielt dabei jederzeit den Überblick über alle Gewerke, Abstimmungen und Entwicklungsschritte.

Verlässlich geleitet - analog und barrierefrei

Die großformatigen Eingangsstelen markieren die Zugänge zur Landesgartenschau sichtbar und einladend. Mit bis zu vier Metern Höhe schaffen sie Orientierung schon aus der Distanz.

Die rund drei Meter hohen Wegweiser bilden das zentrale Navigationssystem auf dem Gelände. Mit klaren Richtungsangaben zu Themenbereichen wie Naturhain, Spiel-und Sportflächen oder Veranstaltungsorten sorgen sie für eine intuitive Wegeführung auch bei hohem Besucheraufkommen. Unterschiedliche Zielrichtungen und Rundwege sind logisch gegliedert und visuell eindeutig erfassbar. Ergänzt werden die Wegweiser durch niedrigere Wegkennzeichnungen entlang der Routen. Sie stabilisieren die Orientierung auf den Wegen selbst und sorgen dafür, dass Besucher jederzeit im Fluss bleiben, ohne aktiv suchen zu müssen.

Die Infostelen und Infopulte bilden die inhaltliche Vertiefung innerhalb des Leitsystems und machen die Landesgartenschau auch auf Informationsebene erlebbar. Während die Stelen Hintergründe, Themenbereiche und Besonderheiten anschaulich vermitteln, bieten die Pulte eine klar strukturierte, gut lesbare Aufbereitung für alle, die sich intensiver mit einzelnen Inhalten beschäftigen möchten.

Großformatige Übersichtstafeln geben Besuchern an den Eingangen die Mögllichkeit, sich zu orientieren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Barrierefreiheit: Ergänzend kommen taktile Informationspulte zum Einsatz, die auch sehbeeinträchtigten Menschen eine eigenständige Orientierung ermöglichen und das Leitsystemkonsequent inklusiv machen. Zusätzliche Elemente wie Treffpunktkennzeichnungen oder spezielle Beschilderungen runden das System ab und schaffen Orientierung auch in besonderen Situationen.

Informationin Echtzeit „on top“ - digitale Stelen

Ergänzt wird das analoge System durch digitale Stelen mit hochhellen Outdoor-Displays. Sie liefern aktuelle Inhalte, Veranstaltungshinweise und dynamische Informationen.

Zum Einsatz kommen zwei Outdoor-Stelen vom Typ designage® urban. Diese sind speziell für den dauerhaften Außeneinsatz konzipiert und halten den unterschiedlichsten Witterungsbedingungen stand. Entscheidend ist dabei vor allem die extrem hohe Leuchtkraft der verbauten Displays: Mit 2.500 nits bleiben Inhalte selbst bei direkter Sonneneinstrahlung jederzeit klarer kennbar.

Im Festzelt „Oase“ kommt zusätzlich ein designage® ease zum Einsatz. Auch hier haben wir uns bewusst für ein Hochhelligkeitsdisplay mit 2.500 nits trotz Indoor-Situation entschieden. Der Grund ist simpel: Große Fensterflächen und wechselnde Lichtverhältnisse machen klassische Displays schnell unlesbar. Mit dieser Lösung stellen wir sicher, dass Inhalte auch unter schwierigen Lichtbedingungen konstant gut sichtbar bleiben.

Der Content selbst wurde ebenfalls von uns entwickelt, strukturiert aufbereitet und in ein leistungsfähiges CMS-System eingepflegt. Dieses ermöglicht eine zentrale Steuerung aller Inhalte, zeitgesteuerte Ausspielungen, flexible Anpassungen in Echtzeit sowie die Verwaltung unterschiedlicher Content-Formate und Layouts. Auch standortbezogene Inhalte, kurzfristige Programmänderungen oder wechselnde Tagesinformationen lassen sich so effizient und ohne technischen Aufwand direkt steuern. Damit ergänzt die digitale Ebene das statische Leitsystem um eine dynamische Komponente.

Nachhaltigkeit konsequent mitgedacht

Nicht nur die Gestaltung, auch die Konstruktion folgt einem klaren Prinzip: so ressourcenschonend und gezielt wie möglich. Zum Einsatz kommen Holzpfähle aus Lärche sowie Grafiken und Schilder aus Resysta, einem nachhaltigen, faserverstärkten Material auf Basis von Reishülsen, das in Optik und Haptik täuschend echt an Holz erinnert und zugleich wetterfest, langlebig sowie zu 100% recycelbar ist. Ergänzt wird das System durch recyceltes Aluminium und PVC-freie Beschriftungsfolien.

Fundamentrohre mit Schotter gewährleisten Stabilität im Betrieb und hinterlassen keine dauerhaften Spuren. Dadurch bleiben die Eingriffe in den Untergrund bewusst minimal, sodass das gesamte System vollständig rückbaubar ist. Gleichzeitig werden alle Ressourcen ohne Überdimensionierung und ohne unnötigen Materialverbrauch effizient genutzt.

Der Clou: Nach Ende der LAGA 2026 lässt sich das Leitsystem vollständig demontieren und mit neuer Beschriftung problemlos bei einer kommenden LAGA 2027 oder in der Zukunft wiederverwenden. Nachhaltiger lässt sich ein temporäres Projekt kaum umsetzen.

Mehr als eine normale Referenz

Für uns ist dieses Projekt mehr als ein Referenzobjekt. Es zeigt, was möglich ist, wenn Konzept, Design und Umsetzung aus einer Hand kommen – und wenn der Anspruch besteht, nicht nur zu liefern, sondern Substanz zu schaffen. Das Ergebnis ist ein Leitsystem, das Besucher sicher führt, Informationen klar vermittelt und sich nahtlos in das Gesamtbild der Landesgartenschau in Neuss einfügt.

Standort:

Neuss

Jahr:

2026

Branche:

Städte + Gemeinden

Geschäftsbereich:

Leitsystem

Digitales Informationssystem

Werbetechnik

Leistungen:

Projektplanung

Ausführungsplanung

Konzeption

Kommunikationsdesign

Contentdesign

Fertigung

Montage

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